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Energiemanagement im Handel

ISO 50001 für Handel: Energieverbrauch nachweisen, Zertifikat online erhalten

Filialen, Lager und Kühlung verursachen hohe Energiekosten, und Einkäufer fragen danach. ISO 50001 belegt, dass Sie Ihren Verbrauch kennen und steuern. Mit Zertify beantworten Sie 32 Fragen online und erhalten das Zertifikat innert 4 Stunden nach bestandener Beurteilung und Zahlung.

01: Nachfrage

Warum fragen Kunden im Handel nach ISO 50001?

Ein Handelsbetrieb verbraucht Energie an vielen Stellen gleichzeitig: Kühlung, Beleuchtung, Heizung, Lager, Fahrzeuge. Lieferantenfragebogen und Ausschreibungsunterlagen enthalten teilweise die Frage, ob ein Energiemanagementsystem besteht. Wer als Grossist, Zwischenhändler oder Filialist liefert, muss darauf eine belegbare Antwort haben.

Ein Zertifikat nach ISO 50001:2018 beantwortet die Frage mit einer Zertifikatsnummer und einem QR-Code. Der Einkauf Ihres Kunden prüft beides auf der öffentlichen Verifikationsseite. Intern bringt dieselbe Arbeit etwas anderes: Wer seine grossen Verbraucher kennt, findet die Einsparungen, bevor die nächste Stromrechnung eintrifft.

02: Verbraucher

Wo ein Handelsbetrieb Energie verbraucht

ISO 50001 verlangt, dass Sie die wesentlichen Energieeinsatzbereiche bestimmen. Im Handel sind es meist diese:

Kühlung
Kühlmöbel in der Filiale, Kühlräume im Grosshandel, Tiefkühllager. Sie laufen rund um die Uhr und gehören bei Lebensmittelhändlern zu den ersten Positionen, die Sie prüfen.
Beleuchtung der Verkaufsfläche
Leuchtdauer, Schaufensterbeleuchtung, Lichtsteuerung vor und nach den Öffnungszeiten.
Heizung, Lüftung, Klima
Eingangsbereiche mit Luftschleier, offene Türen im Winter, Regelung pro Filiale statt einer Einstellung für alle.
Lager und Warenumschlag
Hallenbeleuchtung, Förderanlagen, Ladestationen für Stapler, beheizte oder gekühlte Lagerzonen.
Fahrzeuge und Auslieferung
Lieferwagen und Lastwagen, Tourenplanung, Treibstoffverbrauch pro Auslieferung.

03: Umsetzung

Wie ein Händler die Kernanforderungen erfüllt

Die Norm gibt keine Technik vor. Sie verlangt ein System, das Sie nachweisen können. Ein Filialbetrieb geht so vor:

  1. Energetische Ausgangsbasis ermitteln

    Sie nehmen ein Referenzjahr und erfassen Strom, Heizenergie und Treibstoff pro Standort aus Rechnungen und Zählerdaten.

  2. Wesentliche Energieeinsatzbereiche bestimmen

    Sie ordnen die Verbraucher nach Anteil. Meist zeigt sich schnell, dass Kühlung und Licht den Hauptteil ausmachen.

  3. Energieleistungskennzahlen festlegen

    Beispiele sind Kilowattstunden pro Quadratmeter Verkaufsfläche und Liter Treibstoff pro Auslieferung.

  4. Energieziele und Aktionspläne festlegen

    Etwa die Umrüstung auf LED oder Türen an offenen Kühlmöbeln, jeweils mit verantwortlicher Person und Termin.

  5. Energieeffiziente Produkte beschaffen

    Beim Ersatz von Kühlmöbeln, Staplern oder Lieferwagen steht der Energieverbrauch als Kriterium in der Offertanfrage.

  6. Energieleistung überwachen und verbessern

    Sie werten die Verbräuche monatlich gegen die Kennzahlen aus und klären Abweichungen einzelner Filialen.

04: Risiken

Welche Risiken im Handel das Energiemanagement abdeckt

Aus der Tabelle folgt keine Pflicht zu Investitionen. Die Norm verlangt, dass Sie Ziele setzen und deren Fortschritt belegen.

Typische Schwachstellen im Handel und die Antwort der Norm
SchwachstelleWas die Norm verlangtBeispiel aus dem Handel
Hoher Verbrauch ausserhalb der ÖffnungszeitenVerbrauch überwachen und Abweichungen auswerten (Kapitel 9)Beleuchtung und Lüftung laufen nachts weiter
Unterschiede zwischen Filialen bleiben unbemerktKennzahlen festlegen und vergleichen (Kapitel 6)Zwei gleich grosse Filialen mit stark abweichendem Verbrauch
Ersatzbeschaffung ohne Blick auf BetriebskostenEnergieeffiziente Beschaffung (Kapitel 8)Neue Kühlmöbel werden nach Anschaffungspreis gewählt
Massnahmen ohne VerantwortlicheFührung und Aktionspläne (Kapitel 5 und 6)Die LED-Umrüstung bleibt ohne Termin liegen

05: Zertify

So erhalten Sie ISO 50001 mit Zertify

Sie beantworten online 32 Ja/Nein-Fragen zu ISO 50001:2018. 13 davon sind verbindliche Anforderungen der Norm und müssen alle mit Ja beantwortet werden. Von den übrigen 19 Fragen braucht es mindestens 13 Ja. SICE prüft jede Beurteilung, bevor das Zertifikat ausgestellt wird. Ausgestellt wird es von G6 Agency AG unter Lizenz von SICE.

Das Zertifikat kostet 749 CHF (749 €) im ersten Jahr, danach 499 CHF (499 €) pro Jahr inklusive Online-Re-Audit. Es gilt 3 Jahre. Das Abo läuft jährlich und lässt sich im Kundenkonto jederzeit auf das Ende des laufenden Jahres kündigen. Mit der Kündigung endet das Zertifikat mit dem bezahlten Jahr. Für den Kauf brauchen Sie kein Konto. In der Schweiz und in Liechtenstein sind 8.1 % MWST enthalten.

06: Vergleich

Zertify oder klassischer Weg mit Vor-Ort-Audit?

Auf dem klassischen Weg prüft eine Zertifizierungsstelle Ihren Betrieb vor Ort. Das bindet Personal in Filialen und Lager für Audittage. Zertify arbeitet ohne Vor-Ort-Audit: Die Grundlage ist Ihre Selbstbeurteilung, die jährlich durch ein kurzes Online-Re-Audit bestätigt wird.

Welcher Weg zu Ihrem Kunden passt, hängt von dessen Anforderungen ab. Der Leitfaden vergleicht die Wege, damit Sie vor einer Ausschreibung wissen, was Sie vorlegen können.

07: FAQ

Fragen zu ISO 50001 für Handel

Energiemanagement im Handel jetzt prüfen

Beantworten Sie die 32 Fragen und sehen Sie, ob Ihr Betrieb die Anforderungen von ISO 50001 erfüllt.

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