Anti-Korruption für Energieunternehmen
ISO 37001 für Energiebranche: Zertifikat online erhalten
Auftraggeber, Konzernkunden und Partner in der Energiebranche verlangen einen Nachweis, dass Ihr Unternehmen Bestechung vorbeugt. ISO 37001 liefert diesen Nachweis. Bei Zertify beantworten Sie 38 Fragen online und erhalten das Zertifikat 4 Stunden nach bestandener Selbstbeurteilung und Zahlung.
01: Nachfrage
Warum fragen Kunden in der Energiebranche nach ISO 37001?
Energieprojekte binden viel Kapital und laufen über Jahre. Sie hängen von Bewilligungen, Netzanschlüssen und Entscheiden öffentlicher Stellen ab. An genau diesen Punkten ist das Risiko am grössten, dass Zuwendungen einen Entscheid beeinflussen sollen.
Das spüren Lieferanten und Dienstleister im Alltag. Der Lieferantenfragebogen eines Konzerns enthält einen Abschnitt zu Anti-Korruption. Eine Ausschreibung der öffentlichen Hand fragt nach Massnahmen gegen Bestechung. Der Einkauf eines Energieversorgers verweist auf den Verhaltenskodex, den Sie als Zulieferer anerkennen sollen.
ISO 37001 beantwortet diese Fragen mit einem einzigen Dokument. Es zeigt, dass Sie Bestechungsrisiken bewertet, eine Politik festgelegt und Kontrollen eingeführt haben. Das Zertifikat lässt sich der Offerte beilegen, und der Einkauf prüft es über die öffentliche Verifikationsseite.
02: Risiken
Welche Bestechungsrisiken der Energiebranche behandelt die Norm?
ISO 37001 gibt keine Branchenliste vor. Sie verlangt, dass Sie die Risiken Ihres eigenen Geschäfts erfassen. In der Energiebranche tauchen einige Situationen immer wieder auf.
- Bewilligungen und Netzanschlüsse
- Ein Projektentwickler wartet auf eine Baubewilligung oder einen Anschlusstermin. Eine Einladung oder ein Geschenk an die zuständige Person kann hier als Einflussnahme gelten.
- Beschaffung grosser Anlagen
- Turbinen, Transformatoren, Photovoltaikmodule oder Speicher werden in hohen Losgrössen bestellt. Ein Einkäufer, der Provisionen oder Vorteile annimmt, verzerrt den Lieferantenentscheid.
- Agenten und Vermittler im Ausland
- Exportierende Anlagenbauer arbeiten mit lokalen Vertretern. Deren Vergütung muss nachvollziehbar sein, sonst fliesst Geld an Stellen, die Sie nicht kennen.
- Subunternehmer auf Baustellen
- Montagebetriebe, Kranführer und Tiefbauer stehen unter Termindruck. Barzahlungen für beschleunigte Abläufe sind ein bekanntes Risiko.
- Sponsoring und Spenden an Gemeinden
- Ein Windpark oder eine Wärmeverbundanlage braucht die Zustimmung der Standortgemeinde. Beiträge an Vereine oder Projekte müssen von Zuwendungen mit Gegenleistung klar abgrenzbar sein.
- Energiehandel und Konditionen
- Bei Lieferverträgen und Handelsgeschäften entscheiden Einzelpersonen über Preise und Mengen. Rabatte und Nebenabreden brauchen deshalb eine zweite Unterschrift.
03: Umsetzung
Wie erfüllt ein Energieunternehmen die Kernanforderungen?
Die Anforderungen der Norm folgen der bekannten Struktur mit Kontext, Führung, Planung, Unterstützung und Betrieb. Die Risikobewertung gehört zur Planung (Klausel 6), die konkreten Kontrollen zum Betrieb (Klausel 8). Die Tabelle zeigt, wie das in einem Energieunternehmen aussehen kann.
| Anforderung | Beispiel in der Energiebranche |
|---|---|
| Bestechungsrisiken bewerten | Eine Liste der Projektphasen mit Behördenkontakt, jährlich überprüft und nach jedem grossen Auftrag ergänzt. |
| Anti-Korruptionspolitik festlegen | Eine Seite, die von der Geschäftsleitung unterschrieben ist und mit dem Arbeitsvertrag und dem Lieferantenvertrag abgegeben wird. |
| Compliance-Funktion mit Zugang zur Leitung | Eine benannte Person, die Auffälligkeiten direkt der Geschäftsführung melden kann. |
| Due Diligence | Prüfung von Agenten, Subunternehmern und Joint-Venture-Partnern vor Vertragsabschluss, mit dokumentierter Antwort. |
| Finanzielle Kontrollen | Vier-Augen-Prinzip bei Zahlungen an Vermittler, keine Barzahlungen auf der Baustelle. |
| Nicht-finanzielle Kontrollen | Geschenkregister, Genehmigung von Einladungen an Einkäufer und Behördenvertreter. |
| Meldeweg mit Schutz | Ein Postfach oder eine externe Vertrauensperson, über die Mitarbeitende anonym Hinweise geben können. |
04: Compliance
Wer übernimmt die Compliance-Funktion in einem kleinen Betrieb?
Die Norm verlangt eine Funktion, keine Abteilung. In einem Installationsbetrieb mit 40 Mitarbeitenden kann die Finanzleiterin oder der Leiter Qualität diese Aufgabe übernehmen. Wichtig ist, dass die Person Hinweise ungefiltert an die Leitung weitergeben darf und nicht selbst über Aufträge entscheidet, die sie prüft.
Bei Entscheiden, in denen die Person selbst beteiligt wäre, gibt es eine Stellvertretung. Das lässt sich in einem Satz in der Funktionsbeschreibung festhalten. Die Selbstbeurteilung von Zertify fragt genau nach diesen Punkten.
05: Zertify
So erhalten Sie das ISO-37001-Zertifikat mit Zertify
Das Zertifikat wird von Zertify unter Lizenz von SICE ausgestellt. SICE prüft jede Selbstbeurteilung, bevor das Zertifikat ausgegeben wird. Einen Vor-Ort-Audit gibt es nicht. Stattdessen bestätigen Sie jährlich in einem kurzen Online-Re-Audit, dass Ihr System weiterhin besteht.
Der Preis beträgt CHF 749 im ersten Jahr, danach CHF 499 pro Jahr inklusive Online-Re-Audit. Das Zertifikat gilt 3 Jahre. Das Abonnement verlängert sich jährlich und lässt sich im Kundenkonto jederzeit auf das Ende des laufenden Jahres kündigen. Für den Kauf brauchen Sie kein Konto.
Selbstbeurteilung starten
Sie beantworten 38 Ja-Nein-Fragen zu Ihrem Anti-Korruptions-System. Das Starten ist kostenlos und ohne Registrierung möglich.
Bestehen
14 Fragen sind Muss-Fragen und müssen alle mit Ja beantwortet werden. Bei den übrigen 24 Fragen braucht es mindestens 16 Ja-Antworten.
Bezahlen und Zertifikat erhalten
Nach bestandener Beurteilung und Zahlung liegt das Zertifikat innerhalb von 4 Stunden vor.
Nachweis weitergeben
Auf dem PDF stehen Zertifikatsnummer und QR-Code. Ihr Kunde prüft damit auf der Verifikationsseite, ob das Zertifikat gültig ist.
06: Vergleich
Online-Selbstbeurteilung oder klassischer Weg mit Vor-Ort-Audit?
Beim klassischen Weg prüft eine Zertifizierungsstelle Ihr System vor Ort. Das dauert länger und kostet mehr. Der Nutzen liegt darin, dass manche Auftraggeber genau diese Form ausdrücklich verlangen.
Lesen Sie deshalb zuerst die Anforderungen in der Ausschreibung oder im Lieferantenvertrag. Wenn dort nur ein Nachweis eines Anti-Korruptions-Managementsystems nach ISO 37001 gefragt ist, genügt häufig ein Zertifikat mit öffentlicher Verifikation. Im Zweifel fragen Sie beim Einkauf Ihres Kunden nach.
07: FAQ
Häufige Fragen zu ISO 37001 in der Energiebranche
Das hängt von Ihren Kunden ab. Konzerne und öffentliche Auftraggeber fragen unabhängig vom Standort nach Massnahmen gegen Bestechung. Wenn Ihre Lieferantenfragebogen oder Ausschreibungen das verlangen, ist ein Zertifikat ein klarer Nachweis.
Es eignet sich für Anlagenbauer, Installationsbetriebe, Planungsbüros, Projektentwickler, Energiehändler und Zulieferer von Energieversorgern. Entscheidend ist, dass Sie die Risiken Ihres Geschäfts kennen und Kontrollen eingeführt haben.
Nein. Verlangt ist eine unabhängige Funktion mit direktem Zugang zur Leitung. In einem kleinen Betrieb kann eine Person diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer Rolle übernehmen.
Die Selbstbeurteilung besteht aus 38 Fragen. Nach bestandener Beurteilung und Zahlung erhalten Sie das Zertifikat innerhalb von 4 Stunden. SICE prüft jede Beurteilung vor der Ausstellung.
CHF 749 im ersten Jahr, danach CHF 499 pro Jahr inklusive Online-Re-Audit. Für mehrere Normen gilt ein Rabatt von 20% bei 2 und 30% bei 3 oder mehr Normen, auch auf die jährliche Gebühr. Für Kunden in der Schweiz und in Liechtenstein sind 8.1% MWST enthalten.
Ja. Jedes Zertifikat lässt sich öffentlich über Nummer oder QR-Code verifizieren. Der Einkauf Ihres Kunden braucht dafür keinen Zugang bei Zertify.
08: Leitfaden
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