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ISO 20000-1 · IT-Service-Management

ISO 20000-1 für Finanzbranche: der Nachweis für Ihre IT-Services

Banken, Versicherer und Vermögensverwalter fragen ihre IT-Dienstleister in Fragebögen und Ausschreibungen nach einem Nachweis für geordnetes Service-Management. ISO 20000-1 liefert diesen Nachweis. Mit Zertify beantworten Sie 36 Fragen online und erhalten das Zertifikat innert 4 Stunden, sobald Sie bestanden und bezahlt haben.

01: Nachfrage

Warum Finanzinstitute ISO 20000-1 von IT-Dienstleistern verlangen

Eine Bank lagert den Betrieb der Handelsanwendung aus. Ein Vermögensverwalter lässt sein Portfoliosystem bei einem Hosting-Anbieter laufen. Ein Versicherer bezieht den Arbeitsplatz-Support von einem Managed Service Provider. In allen drei Fällen prüft die Einkaufs- oder Compliance-Abteilung den Lieferanten, bevor der Vertrag unterschrieben wird.

Im Lieferantenfragebogen steht dann die Frage, wie Störungen, Änderungen und Verfügbarkeit gesteuert werden. Der Auftraggeber muss die Antwort belegen können, auch gegenüber der eigenen Revision. ISO 20000-1 gibt ihm dafür einen Massstab, der für jeden Anbieter gleich gilt.

Für Sie als Anbieter ändert das den Ablauf. Statt eines Dokumentenpakets mit Prozessbeschreibungen schicken Sie die Zertifikatsnummer. Der Einkauf prüft sie auf der öffentlichen Verifizierungsseite oder über den QR-Code auf dem PDF.

02: Risiken

Welche Prozesse und Risiken der Finanzbranche die Norm abdeckt

Im Finanzumfeld laufen IT-Services zu festen Zeiten unter hohem Druck: Zahlungsläufe am Morgen, Börsenhandel tagsüber, Abschlussarbeiten am Monatsende. Die Norm setzt bei den Stellen an, an denen dabei etwas schiefgehen kann.

Typische Situationen im Finanzumfeld und die passende Anforderung
SituationRisikoAnforderung in ISO 20000-1
E-Banking-Portal ist während der Geschäftszeiten nicht erreichbarKunden können keine Zahlungen auslösenVerfügbarkeitsmanagement und vereinbarte Service Levels
Update der Handelsanwendung wird am Wochenende eingespieltFehlerhafte Änderung, kein RückwegChange- und Release-Management
Die Schnittstelle zur Depotbank bricht jeden Monatsultimo abGleiche Störung kehrt wieder, Ursache bleibt offenIncident- und Problem-Management
Quartalsreporting erzeugt Lastspitzen auf dem Reporting-ServerAntwortzeiten steigen, Auswertungen verspäten sichKapazitätsmanagement
Betrieb wird an einen Drittanbieter ausgelagertUnklar, wer für welchen Service zuständig istServicekatalog und SLAs mit festen Zuständigkeiten

03: Begriffe

Die Kernbegriffe der Norm, erklärt an Beispielen aus der Finanzbranche

ISO 20000-1 baut auf ITIL-Praktiken auf, ist aber im Gegensatz zu ITIL zertifizierbar. Diese Begriffe begegnen Ihnen im Assessment und im Gespräch mit Ihrem Auftraggeber.

Servicekatalog
Die Liste der Services, die Sie anbieten, mit Leistungsumfang und Supportzeiten. Beispiel: «Betrieb Portfoliosystem für Vermögensverwalter, Support werktags von 07:00 bis 18:00 Uhr».
Service Level Agreement (SLA)
Die schriftlich vereinbarte Servicequalität. Beispiel: Das E-Banking-Portal ist zwischen 06:00 und 22:00 Uhr verfügbar, kritische Störungen werden innert 15 Minuten aufgenommen. Die Werte legen Sie mit Ihrem Kunden fest.
Incident
Eine ungeplante Unterbrechung oder Qualitätsminderung eines Services. Beispiel: Die Kartenautorisierung antwortet nicht mehr.
Problem
Die Ursache hinter einem oder mehreren Incidents. Beispiel: Ein Zeitlimit in der Schnittstelle erklärt, warum der Abgleich mit der Depotbank jeden Monatsultimo scheitert.
Change
Eine geplante Änderung an einem Service, die vor der Umsetzung beurteilt und freigegeben wird. Beispiel: ein neues Format für Zahlungsdateien.
Kontinuierliche Verbesserung
Der feste Rhythmus, in dem Sie Kennzahlen auswerten und Massnahmen ableiten. Beispiel: Die Quartalsauswertung der Tickets zeigt, dass drei Störungsarten 60 Prozent der Aufwände verursachen, und führt zu einer Massnahme für diese drei.

04: Umsetzung

So erfüllt ein IT-Dienstleister der Finanzbranche die Anforderungen

Die Anforderungen verlangen keinen Konzern-Apparat. Ein Managed Service Provider mit wenigen Mitarbeitenden erfüllt sie mit Mitteln, die meist schon vorhanden sind: Ticketsystem, Monitoring, Kundenverträge.

  1. Services und Katalog festhalten

    Schreiben Sie auf, welche Services Sie für Banken, Versicherer oder Vermögensverwalter erbringen. Jeder Service erhält Beschreibung, Supportzeiten und einen verantwortlichen Ansprechpartner.

  2. SLAs in die Verträge übernehmen

    Verfügbarkeit, Reaktionszeit und Eskalationswege stehen in jedem Kundenvertrag und nicht nur in einer separaten Offerte.

  3. Incidents und Probleme getrennt führen

    Im Ticketsystem unterscheiden Sie die Störung selbst von der Ursachenanalyse. Wiederkehrende Incidents erhalten ein Problem-Ticket mit Verantwortlichem und Frist.

  4. Änderungen freigeben lassen

    Jede Änderung an einem Produktivsystem durchläuft Beurteilung, Freigabe und Dokumentation. Für dringende Änderungen gibt es einen definierten Notfallweg.

  5. Kapazität und Verfügbarkeit messen

    Das Monitoring zeichnet Auslastung und Ausfallzeiten pro Service auf. Die Werte fliessen in die Planung ein, etwa vor dem Quartalsabschluss Ihrer Kunden.

  6. Ergebnisse regelmässig bewerten

    Die Kapitel 9 und 10 der Norm verlangen Auswertung und Verbesserung. Ein festes Review pro Quartal mit Protokoll und Massnahmenliste genügt als Rhythmus.

05: Zertify

ISO 20000-1 mit Zertify: Ablauf, Preis und Gültigkeit

Sie beantworten online 36 Ja-Nein-Fragen zu Ihrem Service-Management. 13 davon sind zwingende Anforderungen der Norm und müssen alle mit Ja beantwortet sein. Bei den übrigen 23 Fragen sind mindestens 16 Ja-Antworten nötig. Sobald Sie bestanden und bezahlt haben, liegt das Zertifikat innert 4 Stunden vor.

Das Zertifikat wird von der G6 Agency AG unter Lizenz von SICE ausgestellt. SICE prüft jedes Assessment, bevor das Zertifikat entsteht. Es gibt kein Audit vor Ort. Jedes Zertifikat ist öffentlich über Nummer und QR-Code verifizierbar und gilt 3 Jahre. Jedes Jahr bestätigen Sie es mit einem kurzen Online-Re-Audit.

Der Preis beträgt 799 CHF (799 €) im ersten Jahr, danach 529 CHF (529 €) pro Jahr inklusive Online-Re-Audit. Das Abonnement verlängert sich jährlich automatisch und lässt sich im Kundenkonto jederzeit auf das Ende des laufenden Jahres kündigen. Dann endet das Zertifikat mit dem bezahlten Jahr. Für Kunden in der Schweiz und in Liechtenstein sind 8.1 % MwSt. enthalten. Zum Kauf brauchen Sie kein Konto.

Benötigt Ihr Auftraggeber zusätzlich ein weiteres Zertifikat, etwa zur Informationssicherheit, gilt ein Mehrfachrabatt: 20 % bei 2 Normen, 30 % bei 3 oder mehr, auch auf die jährliche Gebühr.

06: Nachweisform

Selbstbeurteilung oder Vor-Ort-Audit: was verlangt Ihr Auftraggeber?

Der klassische Weg ist ein Audit vor Ort durch eine Zertifizierungsstelle. Er bindet mehrere Personen über mehrere Tage, und als grober Richtwert liegen Vorlauf und Kosten deutlich über dem Online-Weg. Die genauen Zahlen hängen von Grösse und Anbieter ab.

Welche Form des Nachweises zählt, entscheidet der Auftraggeber. Lesen Sie dafür die Ausschreibungsunterlagen oder fragen Sie die Einkaufsabteilung direkt. Steht dort ein Zertifikat nach ISO 20000-1 mit prüfbarer Nummer, ist das Zertify-Zertifikat eine Option, die Sie in wenigen Stunden in der Hand haben.

07: FAQ

Häufige Fragen zu ISO 20000-1 in der Finanzbranche

Prüfen Sie, ob Ihr Service-Management die Norm erfüllt

Beantworten Sie die 36 Fragen zu ISO 20000-1 und sehen Sie sofort, ob Sie bestehen.

Kostenlos und ohne Registrierung.