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IT-Service-Management im Gesundheitswesen

ISO 20000-1 für Gesundheitswesen: Zertifikat per Self-Assessment

Wer IT-Services für Spitäler, Praxen, Labore oder Pflegeeinrichtungen betreibt, muss im Einkauf belegen können, wie der Betrieb organisiert ist. ISO 20000-1 liefert dafür ein Zertifikat. Mit Zertify beantworten Sie 36 Fragen online und erhalten das Zertifikat nach bestandenem Assessment und Zahlung innerhalb von 4 Stunden.

01: Nachfrage

Warum Kunden im Gesundheitswesen nach ISO 20000-1 fragen

Klinikinformationssystem, Terminplanung, Bildarchiv, Laborschnittstelle, Abrechnung: Im Gesundheitswesen hängt der Tagesbetrieb an IT-Services. Fällt eines davon aus, warten Patientinnen und Patienten, und Fachpersonal arbeitet mit Papier weiter. Einkaufsabteilungen und IT-Leitungen wollen deshalb vor der Vergabe wissen, wie ein Dienstleister Störungen behandelt und Änderungen einführt.

Diese Fragen landen in Lieferantenfragebögen, Offertanfragen und Ausschreibungen. Je nach Auftraggeber wird ein Zertifikat nach ISO 20000-1 ausdrücklich verlangt oder zumindest als Pluspunkt gewertet. Ein Zertifikat mit Nummer und QR-Code auf dem PDF beantwortet die Frage in einem Satz und lässt sich auf der Verifikationsseite prüfen.

Das betrifft IT-Dienstleister und Managed Service Provider, aber auch interne IT-Abteilungen von Spitälern und Praxisgruppen, Rechenzentren, Cloud-Anbieter und Softwareanbieter, die ihre Produkte als Service betreiben.

02: Risiken

Welche Betriebsrisiken die Norm im Gesundheitswesen abdeckt

ISO 20000-1 legt Anforderungen an ein Service-Management-System fest. Sie sagt nichts über Medizin, sondern darüber, wie IT-Services geplant, geliefert und verbessert werden. Folgende Situationen aus dem Gesundheitsalltag zeigen, wo das greift.

Ausfall des Klinikinformationssystems
Das Incident-Management legt fest, wie eine Störung gemeldet, eingestuft, priorisiert und behoben wird. Ein Ausfall auf der Notfallstation wird dabei anders behandelt als ein Druckerproblem in der Verwaltung.
Update am falschen Zeitpunkt
Das Change-Management verlangt, dass Änderungen beurteilt, genehmigt und geplant werden. Ein Update der Terminsoftware gehört nicht in die Stosszeit am Montagmorgen.
Wiederkehrende Schnittstellenfehler
Das Problem-Management sucht die Ursache, wenn Laborergebnisse immer wieder verspätet in der Patientenakte erscheinen, statt jeden Fall einzeln zu flicken.
Unklare Zuständigkeit bei Störungen
Servicekatalog und Service-Level-Agreement halten fest, wer für das Bildarchiv zuständig ist und innerhalb welcher Zeit reagiert wird.
Engpässe bei Last und Speicher
Kapazitäts- und Verfügbarkeitsmanagement beobachtet etwa, ob eine Telemedizin-Plattform Lastspitzen trägt oder das Archiv bald an seine Speichergrenze kommt.

03: Anforderungen

Wie ein IT-Dienstleister die Kernanforderungen in der Praxis erfüllt

Die Norm schreibt keine Software vor. Entscheidend ist, dass die Prozesse definiert, gelebt und nachweisbar sind. Die Tabelle zeigt für die zentralen Anforderungen, wie das bei einem Anbieter für Gesundheitseinrichtungen aussehen kann.

Kernanforderungen von ISO 20000-1 und Beispiele aus dem Gesundheitswesen
AnforderungBeispiel im Gesundheitswesen
Service-Portfolio und ServicekatalogKatalog mit Betrieb der Patientenakte, Support für Arbeitsplätze, Hosting des Bildarchivs, jeweils mit Ansprechperson
Service-Level-AgreementsReaktionszeit von 15 Minuten für kritische Störungen im Klinikbetrieb, längere Fristen für Verwaltungssysteme
Incident- und Problem-ManagementTicketsystem mit Prioritätsstufen und dokumentierter Ursachenanalyse bei wiederkehrenden Ausfällen
Change- und Release-ManagementWartungsfenster nachts oder am Wochenende, Freigabe durch die IT-Leitung der Klinik, Rückfallplan
Kapazitäts- und VerfügbarkeitsmanagementMonitoring von Speicher und Antwortzeiten, Auswertung der Lastspitzen vor Impfkampagnen oder Grippewellen
Kontinuierliche Service-VerbesserungQuartalsbesprechung mit dem Kunden, Massnahmenliste aus Störungen und Rückmeldungen des Pflegepersonals

04: Abgrenzung

Was ISO 20000-1 im Gesundheitswesen nicht ersetzt

Die Norm regelt den Betrieb von IT-Services. Sie sagt nichts darüber aus, wie Patientendaten geschützt werden müssen, und sie ersetzt keine Vorgaben, die für Ihr Produkt oder Ihre Einrichtung gelten. Prüfen Sie in Ihrem Fall selbst, welche weiteren Anforderungen Ihre Kunden stellen.

Fragt Ihr Auftraggeber zusätzlich nach Informationssicherheit, ist ISO 27001 der passende Standard. Beide Normen folgen derselben Grundstruktur mit den Kapiteln Kontext, Führung, Planung, Unterstützung, Betrieb, Bewertung der Leistung und Verbesserung. Dokumentation und Verantwortlichkeiten lassen sich deshalb teilweise gemeinsam nutzen.

05: Zertify

So erhalten Sie das Zertifikat ISO 20000-1 mit Zertify

Zertify ist eine Online-Plattform. Es gibt keinen Vor-Ort-Audit. Die Grundlage ist ein Self-Assessment, das Sie ohne Konto starten können. Das Zertifikat wird von der G6 Agency AG unter Lizenz des SICE (Swiss Institute of Certification and Education) ausgestellt, und das SICE prüft jedes Assessment, bevor das Zertifikat ausgestellt wird.

  1. Assessment ausfüllen

    Sie beantworten 36 Ja/Nein-Fragen zu Ihrem Service-Management. 13 davon sind zwingende Anforderungen der Norm und müssen alle mit Ja beantwortet werden.

  2. Bestehen

    Von den übrigen 23 Fragen müssen mindestens 16 mit Ja beantwortet sein.

  3. Bezahlen und Zertifikat erhalten

    Nach bestandenem Assessment und Zahlung erhalten Sie das Zertifikat innerhalb von 4 Stunden.

  4. Zertifikat vorweisen

    Jedes Zertifikat ist öffentlich nach Nummer und QR-Code verifizierbar. Ihr Kunde prüft es selbst, ohne bei Ihnen nachzufragen.

Der Preis beträgt 799 CHF (799 €) im ersten Jahr, danach 529 CHF (529 €) pro Jahr inklusive des jährlichen Online-Re-Audits. Das Zertifikat gilt 3 Jahre. Das Abonnement verlängert sich automatisch und lässt sich im Kundenkonto jederzeit auf das Ende des laufenden Jahres kündigen. Dann endet das Zertifikat mit dem bezahlten Jahr. Für Kunden in der Schweiz und in Liechtenstein sind 8.1 % MWST enthalten.

06: Zertifizierungsweg

Online-Zertifikat oder klassischer Weg mit Audit vor Ort?

Der klassische Weg führt über ein Audit vor Ort durch eine Zertifizierungsstelle. Er dauert länger und verlangt Termine mit Auditoren. Der Zertify-Weg läuft online und wird jedes Jahr durch ein kurzes Online-Re-Audit bestätigt.

Ob der eine oder der andere Weg zu Ihrem Auftraggeber passt, hängt von dessen Vorgaben ab. Klären Sie das am besten vor dem Start mit dem Einkauf oder der IT-Leitung Ihres Kunden. Ein Vergleich der Wege steht in den Leitfäden.

07: FAQ

Häufige Fragen zu ISO 20000-1 im Gesundheitswesen

Prüfen Sie, ob Ihr Service-Management die Norm erfüllt

Das Self-Assessment zu ISO 20000-1 zeigt in 36 Fragen, wo Ihr Betrieb steht.

Kostenlos und ohne Registrierung.